Andacht: Dankbarkeit bewahren
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Veröffentlicht am Freitag, 4. September 2026 11:56
Andacht: Dankbarkeit bewahren
Der Herbst kehrt ein. Die bunten Blätter erinnern uns noch einmal an den Reichtum, den uns die Erde auch in diesem Jahr wieder geschenkt hat.
„Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts.“ – so heißt es im Brief des Jakobus 1,17.
Das gilt auch im übertragenen Sinn für unser Leben. Gott gibt reichlich. An Freude, an Liebe, an Güte, immer wieder neu in unser Herz hinein. Auch nach manchen dürren Monaten, es gibt doch immer wieder auch die Zeiten, in denen wir aus dem Vollen schöpfen dürfen. Zeiten, in denen vieles nicht nur schwer, sondern auch reich ist. Und in denen wir uns fragen: Was mache ich mit all der Dankbarkeit? Wie gehe ich damit um, wenn ich spüre, dass mir viel geschenkt ist, während andere doch Mangel erleiden? Wie kann ich das Gute bewahren, ohne es einfach nur für mich zu behalten?
Vom Arzt, evangelischen Theologen und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer stammt das Zitat: „Bewahren von Dankbarkeit besteht darin, dass ich für alles, was ich Gutes empfangen habe, Gutes tue.“
Das ist ein schöner und zugleich herausfordernder Gedanke. Dankbarkeit bewahre ich mir, wenn ich nicht beim Gefühl stehenbleibe. Sie will weiterfließen und sich einen Weg ins Leben suchen. In Form eines netten Wortes. Einer schönen Aufmerksamkeit. Oder einer hilfreichen Tat. Und gerade das bewahrt mir die Dankbarkeit. Wenn ich dagegen alles für mich behalte, besteht die Gefahr mich in Gier oder Abgestumpftheit zu verlieren.
Deswegen der Rat von Schweitzer: „Verschiebe die Dankbarkeit nie! Bezeuge sie an dem Tag an dem du sie empfindest.“
Probieren Sie es doch mal aus! Gleich heute! Ich wünsche Ihnen eine Herbstzeit, in der Sie sich ganz viel Dankbarkeit bewahren.
Ihr Pfarrer
Jonathan Hong
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